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OEE – Die Kennzahl für Verbesserungen

Euer STC Team - 02.04.2019

Die Overall Equipment Effectiveness ist eine wichtige Schlüsselgröße in der Steuerung heutiger Produktionshallen, da sie drei wichtige Faktoren zu einem Wert zusammenfasst und darüber hinaus wichtiges Potential zur Verbesserung offenbart. Doch was steckt genau dahinter? Die Antwort auf diese Frage soll in diesem Artikel angerissen werden.

Die Overall Equipment Effectiveness ist eine Kennzahl, die die Leistung einer Maschine im Rahmen von drei Kriterien bemisst:

  1. Verfügbarkeit
  2. Leistung
  3. Qualität

Die Verfügbarkeit beschreibt den Zeitrahmen, in dem die Maschine produzieren soll. Nimmt man beispielsweise eine Woche mit sieben Tagen und 24 Stunden pro Tag, dann hat diese Woche 168 Stunden. Doch die Maschine soll gar nicht 24/7 laufen. Geplant sind zum Beispiel nur 100 Stunden Betrieb in der Woche. Dann wird die Verfügbarkeit an den 100 Stunden gemessen. Dabei rechnet man:

Die Leistung, die erbracht wird bemisst man anhand der möglichen zu produzierenden Losgröße bei gegebener Tatsächlicher Produktionszeit in Relation zur tatsächlich erbrachten Menge an Erzeugnissen:

Die Qualität ergibt sich final dann ganz einfach aus der produzierten Menge in Relation zur Menge an einwandfreien Erzeugnissen.

Die OEE ist das Produkt dieser drei Faktoren:

Die Differenz zwischen den tatsächlichen Werten der Bezugsgrößen und dem bestmöglichen Wert (100%) zeigt an, wie viel Potential in der Theorie vorhanden ist. Nehmen wir zum Beispiel die Verfügbarkeit. Sie wird durch Stillstände der Maschine wegen Umrüstungen und Wartungen schlechter. Und obwohl Umrüstung und Wartung unumgänglich sind, kann man oftmals diese Prozesse optimieren und die Stillstandszeiten z.B. für Umrüstungen reduzieren. Eine Methode aus dem Lean Management, die das Leisten kann ist beispielsweise die „Single Minute Exchange of Die“ Methode bei der die Handlungsabläufe für das Umrüsten in interne (Prozesse, die nur bei Stillstand der Maschine ausgeführt werden können - Werkzeugwechsel an der Maschine,…)  und externe Prozesse (Prozesse, die auch bei laufender Maschine ausgeführt werden können – Werkzeugbereitstellung,…) kategorisiert wird. So können Umrüstzeiten verringert werden, indem die Maschine nur noch für die Handlungen stillstehen muss, die das auch wirklich erfordern.

Dabei darf man aber nicht vergessen, dass die OEE nicht als maschinen- oder hallenübergreifendes Maß geeignet ist, da die einzelnen Bezugsgrößen der OEE von Faktoren wie z.B. Auftragsstruktur beeinflusst werden, die sich unterschiedlich auf die Maschinen auswirken (anderer Umrüstungsbedarf). Die OEE dient eher dem Vergleich der Maschine mit sich selbst und soll dabei Verbesserungspotentiale aufdecken.

Bei Interesse zu weiteren Informationen zur Overall Equipment Effectiveness können sie unser pBook dazu bestellen:

 

 



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